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Antrag auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags

Vorlage und Beispiel für einen Antrag auf Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht

Antrag auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags
Aktualisiert am
05
/
30
/
2026
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Antrag Auf Abschluss Eines Aufhebungsvertrags, Bitte Um Einvernehmliche Vertragsauflösung, Anfrage Zur Beendigung Des Arbeitsverhältnisses
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Vorlage und Beispiel für einen Antrag auf Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht
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Antrag auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags
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Ein Antrag auf Aufhebungsvertrag nach dem Arbeitsrecht ist ein Schreiben, mit dem du als Arbeitnehmer:in deinen Arbeitgeber bittest, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden. Statt einer einseitigen Kündigung wird in einem Aufhebungsvertrag das Ende des Arbeitsverhältnisses gemeinsam vereinbart – häufig verbunden mit einer Abfindung, einer Freistellung oder anderen Sonderregelungen. Wer als Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag initiativ anstrebt, kann seine Wünsche von Anfang an in die Verhandlungen einbringen und so die Grundlage für eine faire Lösung schaffen.

In diesem Artikel erfährst du, was ein Antrag auf Aufhebungsvertrag ist, wann er sinnvoll ist, welche Inhalte er enthalten muss und wie du ihn Schritt für Schritt formulierst. Außerdem erfährst du, wie du ein Muster für einen Aufhebungsvertrag als Verhandlungsgrundlage nutzt und welche Auswirkungen ein Aufhebungsvertrag auf deine Ansprüche auf Arbeitslosengeld bei der Bundesagentur für Arbeit haben kann.

Table of Contents

Was ist ein Antrag auf Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht?

Ein Antrag auf Aufhebungsvertrag ist eine schriftliche Anfrage einer Arbeitnehmer:in an den Arbeitgeber mit dem Ziel, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden. Rechtsgrundlage sind die §§ 311 Abs. 1, 145 ff. BGB sowie die allgemeinen arbeitsrechtlichen Grundsätze der Vertragsfreiheit. Anders als bei einer einseitig wirksamen Kündigung setzt der Aufhebungsvertrag die Zustimmung beider Parteien voraus.

Eine Aufhebungsvertragsvorlage hilft, die wichtigsten Punkte zu strukturieren: Beendigungstermin, Abfindung, Freistellung, Zeugnis und Erledigungsklausel. Wer als Arbeitnehmer:in den Antrag stellt, signalisiert eine grundsätzliche Bereitschaft, das Arbeitsverhältnis ohne langwierige Konflikte zu beenden – und schafft damit eine konstruktive Verhandlungsbasis.

Expertentipp:

Sprich vor dem schriftlichen Antrag, wenn möglich, kurz mit deiner Führungskraft oder der Personalabteilung. Eine offene Vorabkommunikation signalisiert Wertschätzung und ermöglicht, die Stimmung im Unternehmen einzuschätzen. So weißt du, in welchem Rahmen sich die Verhandlungen bewegen werden, und kannst dein schriftliches Angebot entsprechend formulieren.

Wann wird ein Aufhebungsvertrag beantragt?

1. Bei einvernehmlicher Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der häufigste Anlass ist die einvernehmliche Beendigung. Beide Seiten haben festgestellt, dass die Zusammenarbeit nicht mehr fruchtbar ist, und möchten eine geordnete Trennung ohne juristische Auseinandersetzungen. Der Aufhebungsvertrag bietet hier die größte Flexibilität: Beendigungstermin, Abfindung und Zusatzregelungen können frei verhandelt werden.

Diese Form ist besonders attraktiv, wenn beide Seiten Interesse an einer schnellen und sauberen Lösung haben. Sie spart Zeit, schont die Beziehung der Beteiligten und vermeidet die Belastungen eines Kündigungsschutzverfahrens.

2. Zur Vermeidung einer drohenden Kündigung

Wenn eine Kündigung droht oder bereits angekündigt ist, kann ein Aufhebungsvertrag der „elegantere“ Weg sein. Statt im Arbeitszeugnis und in der Bewerbungslaufbahn als „gekündigt“ aufzutreten, beenden beide Seiten das Verhältnis im gegenseitigen Einvernehmen, oft kombiniert mit einer Abfindung als Ausgleich.

Diese Konstellation ist besonders heikel: Bei unsauber gestalteten Aufhebungsverträgen droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld. Wer in dieser Situation den Antrag stellt, sollte die Folgen vorab mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht oder der Bundesagentur für Arbeit klären.

3. Bei beruflicher Neuorientierung oder Stellenwechsel

Auch der freiwillige Wechsel in eine neue Position kann Anlass für einen Aufhebungsvertrag sein – etwa, weil die ordentliche Kündigungsfrist nicht zum Antrittsdatum des neuen Jobs passt. Hier kann der Aufhebungsvertrag den vorzeitigen Wechsel ermöglichen, ohne dass eine Vertragsverletzung vorliegt.

Wer auf eigene Initiative den Aufhebungsvertrag anstrebt, hat in der Regel keinen Anspruch auf eine Abfindung. Trotzdem kann ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag Vorteile bringen: eine gemeinsame Vereinbarung über das Zeugnis, eine Freistellung in der letzten Phase und eine klar geregelte Übergabe.

Expertentipp:

Wenn du wegen eines neuen Jobs aussteigen willst, lohnt sich ein freundlicher, lösungsorientierter Tonfall. Biete deinem Arbeitgeber an, bei der Übergabe aktiv mitzuwirken oder einen Nachfolger einzuarbeiten. So entstehen Win-Win-Situationen, und der Wechsel verläuft für beide Seiten reibungslos.

4. Bei längeren Krankheits- oder Konfliktphasen

In manchen Fällen bietet sich ein Aufhebungsvertrag an, wenn andauernde Krankheitsphasen, dauerhafte Konflikte mit Vorgesetzten oder eine inhaltliche Diskrepanz zwischen den Stellenanforderungen und den persönlichen Bedürfnissen vorliegen. Auch hier ist der Aufhebungsvertrag oft die schonendere Lösung als eine Kündigung.

Eine solche Situation erfordert besondere Sorgfalt: Die Vereinbarung sollte fair und ohne Druck zustande kommen. Eine anwaltliche Begleitung schützt beide Seiten vor übereilten Entscheidungen und gewährleistet die Wirksamkeit der Vereinbarung.

Wie verfasst man den Antrag auf Aufhebungsvertrag?

Schritt 1: Anliegen sachlich und konkret formulieren

Verzichte auf Vorwürfe oder emotionale Schilderungen. Formuliere dein Anliegen klar und sachlich: Du möchtest das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beenden, weil du etwa eine neue berufliche Herausforderung suchst oder eine veränderte Lebenssituation berücksichtigen möchtest. Eine konstruktive Formulierung legt den Grundstein für ergebnisorientierte Verhandlungen.

Schritt 2: Wunschtermin der Vertragsbeendigung benennen

Lege einen konkreten Wunschtermin für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses fest. Berücksichtige dabei die ordentliche Kündigungsfrist und den Termin, zu dem du voraussichtlich eine neue Aufgabe übernehmen willst. Ein realistischer Vorschlag erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Einigung.

Schritt 3: Bereitschaft zu Verhandlungen signalisieren

Mache deutlich, dass du offen für Gespräche bist. Du kannst bereits erste Vorschläge zu Übergaberegelungen, Resturlaub oder einer möglichen Abfindung machen, ohne dich festzulegen. Eine solche Verhandlungsbereitschaft erleichtert deinem Arbeitgeber, konstruktiv auf deinen Antrag einzugehen.

Expertentipp:

Bevor du den Antrag stellst, kläre, ob in deinem Fall ein Aufhebungsvertrag zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld führen kann. Bei einer aktiven Beendigungsinitiative ohne wichtigen Grund droht eine Sperrzeit von bis zu zwölf Wochen. Wenn du danach Arbeitslosengeld brauchst, ist diese Information vor jeder Unterschrift entscheidend.

Schritt 4: Wunsch nach qualifiziertem Zeugnis und Übergabe formulieren

Bitte um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis mit einer wohlwollenden Bewertung und biete an, an der Übergabe deiner Aufgaben aktiv mitzuwirken. Diese Punkte werten deinen Antrag auf und zeigen, dass du auch bis zum letzten Tag professionell handeln willst – ein Pluspunkt, der häufig zu einer großzügigen Antwort des Arbeitgebers führt.

Was muss der Antrag auf Aufhebungsvertrag enthalten?

  • Personalien und Bezug zum Arbeitsvertrag: vollständige Personalien, Anschrift, Personalnummer sowie Verweis auf den ursprünglichen Arbeitsvertrag mit Datum.
  • Adressat im Unternehmen: klare Angabe der zuständigen Stelle, in der Regel Personalabteilung oder Geschäftsführung, mit konkretem Ansprechpartner.
  • Sachliche Schilderung des Anliegens: kurze, freundliche Begründung des Wunsches nach einer einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
  • Gewünschter Beendigungszeitpunkt: Konkretes Datum des beabsichtigten Beendigungszeitpunkts des Arbeitsverhältnisses, idealerweise unter Berücksichtigung der ordentlichen Kündigungsfrist.
  • Eventuelle Vorstellungen zur Abfindung: Andeutungen oder Vorschläge zur Höhe einer Abfindung, falls du in Verhandlungsbereitschaft signalisieren möchtest.
  • Wunsch nach einem qualifizierten Arbeitszeugnis: Bitte um ein qualifiziertes Zeugnis mit wohlwollender Bewertung; gegebenenfalls Vorlage eines eigenen Entwurfs.
  • Angebot zur Mitwirkung an der Übergabe: aktives Angebot, an der Einarbeitung einer Nachfolger:in oder an der Übergabe von Aufgaben mitzuwirken.
  • Datum und Unterschrift: Ort, Datum und eigenhändige Unterschrift, gegebenenfalls mit Vermerk zur Versandart wie „per Einschreiben“ oder „persönliche Übergabe“.

Praktische Tipps zum Antrag auf Aufhebungsvertrag

  • Folgen für das Arbeitslosengeld vorab prüfen: Klärt vor jedem Schritt, ob eine Sperrzeit droht und welche Auswirkungen die geplante Vereinbarung auf das Arbeitslosengeld hat.
  • Anwaltliche Beratung vor Unterzeichnung einholen: Eine kurze Prüfung durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht stellt sicher, dass keine ungünstigen Klauseln übersehen werden und dass die Verhandlungsposition realistisch eingeschätzt wird.
  • Sperrzeit bei der Arbeitsagentur möglichst vermeiden: Bei drohender Kündigung kann die Sperrzeit vermieden werden, indem etwa die Kündigungsfrist eingehalten wird und der wichtige Grund dokumentiert wird.
  • Höhe der Abfindung realistisch verhandeln: Die übliche Faustformel von einem halben Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr ist nur ein Ausgangspunkt – je nach Verhandlungsposition sind höhere oder niedrigere Abfindungen möglich.
  • Zeugnistext frühzeitig vorschlagen: Ein eigener Entwurf des Zeugnistextes zeigt, wie wichtig dir eine wohlwollende Bewertung ist, und erleichtert die Einigung.
  • Wichtige Stichtage und Sozialversicherungsfolgen klären: Achte auf den genauen Beendigungstermin – er beeinflusst Urlaubsanspruch, Sozialversicherung und Anwartschaften der betrieblichen Altersversorgung.

Expertentipp:

Wenn dein Antrag abgelehnt wird, ist das kein Beinbruch. Du kannst die Initiative trotzdem nutzen, um in Gespräche einzusteigen, Verbesserungen am Arbeitsplatz zu erreichen oder dich auf eine spätere Entscheidung vorzubereiten. In jedem Fall hast du gezeigt, dass du aktiv handelst – und das wirkt sich häufig positiv auf das Gespräch mit der Personalabteilung aus.

Wichtigste Erkenntnisse

Ein Antrag auf Aufhebungsvertrag ist ein nützliches Instrument des Arbeitsrechts, um das Arbeitsverhältnis aktiv und einvernehmlich zu beenden. Er bietet maximale Gestaltungsfreiheit für Beendigungstermin, Abfindung, Zeugnis und Übergabe – verlangt aber zugleich eine sorgfältige Vorbereitung, insbesondere hinsichtlich der steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Folgen.

Wer eine geprüfte Vorlage nutzt, die Folgen für das Arbeitslosengeld klärt und die Verhandlungen mit klaren Vorschlägen führt, schafft die Grundlage für eine faire Lösung. Mit professioneller Kommunikation und realistischen Erwartungen lässt sich aus dem Antrag auf einen Aufhebungsvertrag eine echte Win-Win-Situation gestalten.

Häufig gestellte Fragen

Wirkt sich ein Aufhebungsvertrag auf das Arbeitslosengeld aus?
Kann ein Aufhebungsvertrag widerrufen werden?
Welche Abfindung ist üblich?
Welche Fristen gelten beim Aufhebungsvertrag?
Muss der Arbeitgeber dem Antrag zustimmen?
Wann lohnt sich ein Aufhebungsvertrag?
Welche Klauseln sollten besonders geprüft werden?
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