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Antrag auf Untervermietung: Vorlage und Muster

Antrag auf Untervermietung
Updated on
02
/
24
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2026
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Antrag auf Untervermietung
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Ein Antrag auf Untervermietung ist der erste Schritt, wenn du einen Teil deiner Wohnung oder ein Zimmer an eine andere Person vermieten möchtest. Da in Deutschland die meisten Mietverträge eine Untervermietung ohne Untervermietungserlaubnis des Vermieters untersagen, benötigst du dessen ausdrückliche Zustimmung. Ohne diese Genehmigung riskierst du eine Abmahnung oder sogar die Kündigung deines Mietvertrags.

In diesem Artikel erfährst du, was ein Antrag auf Untervermietung ist, wann du ihn benötigst, wie du ihn richtigstellst und welche Inhalte er enthalten muss. Zusätzlich erhältst du praktische Tipps und Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Untervermietung.

Table of Contents

Was ist ein Antrag auf Untervermietung?

Ein Antrag auf Untervermietung ist ein formelles Schreiben an deinen Vermieter, mit dem du um die Erlaubnis bittest, deine Wohnung oder Teile davon an einen Dritten weiterzuvermieten. Er bildet die Grundlage für einen späteren Untervermietungsvertrag zwischen dir und dem Untermieter.

Nach deutschem Mietrecht darfst du als Hauptmieter deine Wohnung grundsätzlich nicht ohne die Zustimmung des Vermieters untervermieten. Der Antrag dient dazu, diese Zustimmung formal einzuholen und gleichzeitig dem Vermieter alle relevanten Informationen über den geplanten Untermieter und die Umstände der Untervermietung mitzuteilen.

Rechtlich ist der Antrag in § 553 BGB verankert. Dieser Paragraf regelt, dass der Vermieter die Erlaubnis zur Untervermietung erteilen muss, wenn der Mieter ein berechtigtes Interesse nachweisen kann und keine wichtigen Gründe dagegensprechen. Viele Mieter suchen deshalb nach einer Zustimmung zur Untervermietung als PDF-Vorlage, um den Antrag korrekt zu formulieren.

Wann braucht man einen Antrag auf Untervermietung?

Der Antrag auf Untervermietung ist in verschiedenen Lebenssituationen erforderlich. In allen Fällen gilt: Ohne die vorherige Genehmigung des Vermieters ist eine Untervermietung unzulässig und kann schwerwiegende Konsequenzen haben.

1. Zeitweilige Abwesenheit (z. B. Auslandssemester)

Wenn du für einen längeren Zeitraum verreist, etwa für ein Auslandssemester, ein berufliches Projekt im Ausland oder eine längere Reise, möchtest du deine Wohnung oft nicht leerstehen lassen. Die Untervermietung ermöglicht es dir, die Mietkosten während deiner Abwesenheit zu decken und gleichzeitig deine Wohnung zu erhalten. In solchen Fällen ist ein befristeter Antrag auf Untervermietung die richtige Wahl.

2. Finanzielle Entlastung durch Mitbewohner

Steigende Mieten machen es für viele Mieter schwierig, die monatlichen Kosten allein zu tragen. Die Aufnahme eines Mitbewohners oder Untermieters kann eine erhebliche finanzielle Entlastung bedeuten. Auch hier muss der Vermieter zustimmen, da es sich um eine teilweise Untervermietung handelt.

3. Berechtigtes Interesse nach § 553 BGB

Das Gesetz sieht vor, dass der Vermieter die Untervermietung erlauben muss, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt. Dieses kann wirtschaftlicher, persönlicher oder beruflicher Natur sein. Beispiele sind finanzielle Engpässe nach Arbeitsplatzverlust, der Wunsch nach einer Wohngemeinschaft aus sozialen Gründen oder die Pflege eines Angehörigen, der vorübergehend einzieht.

Expertentipp: 

Dokumentiere dein berechtigtes Interesse sorgfältig und füge entsprechende Nachweise bei. Je konkreter und nachvollziehbarer deine Begründung, desto höher die Chance auf eine schnelle Zustimmung.

4. Änderung der Lebensumstände

Lebensumstände können sich schnell ändern: Eine Trennung, der Auszug von Kindern oder der Tod eines Mitbewohners können dazu führen, dass die Wohnung plötzlich zu groß oder zu teuer ist. In solchen Situationen bietet die Untervermietung eine praktische Lösung, ohne dass du den Mietvertrag kündigen oder eine neue Wohnung suchen musst.

Wie stellt man einen Antrag auf Untervermietung?

Der Prozess zur Beantragung einer Untervermietungserlaubnis folgt bestimmten Schritten, die du einhalten solltest, um deine Chancen auf eine Genehmigung zu maximieren.

1. Berechtigtes Interesse formulieren

Der wichtigste Teil deines Antrags ist die Begründung. Erkläre klar und nachvollziehbar, warum du untervermieten möchtest. Nenne konkrete Gründe wie finanzielle Notwendigkeit, berufliche Abwesenheit oder persönliche Umstände. Je überzeugender und sachlicher deine Begründung ist, desto wahrscheinlicher ist eine positive Entscheidung.

2. Schriftlichen Antrag verfassen

Verfasse deinen Antrag immer schriftlich. Auch wenn du ein gutes Verhältnis zu deinem Vermieter hast, ist ein formeller schriftlicher Antrag unverzichtbar. Er dokumentiert dein Anliegen und kann im Streitfall als Nachweis dienen. Nutze am besten eine Zustimmung zur Untervermietung als PDF-Vorlage für die Formulierung.

3. Antrag beim Vermieter einreichen

Sende deinen Antrag per Einschreiben oder übergib ihn persönlich gegen Empfangsbestätigung. So kannst du nachweisen, dass der Vermieter deinen Antrag erhalten hat. Bewahre eine Kopie des Antrags und den Versandnachweis sorgfältig auf.

Expertentipp: 

Versende den Antrag mindestens vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Beginn der Untervermietung. So gibst du dem Vermieter ausreichend Zeit zur Prüfung und hast selbst noch einen Puffer für eventuelle Rückfragen.

4. Auf Zustimmung oder Ablehnung warten

Nach Eingang deines Antrags hat der Vermieter eine angemessene Frist zur Prüfung. In der Regel sollte er innerhalb von zwei bis vier Wochen antworten. Reagiert er nicht, kannst du nach angemessener Wartezeit schriftlich nachfragen. Eine stillschweigende Zustimmung gibt es im deutschen Recht grundsätzlich nicht.

Was sollte ein Antrag auf Untervermietung enthalten?

Ein vollständiger Antrag enthält alle relevanten Informationen, die der Vermieter für seine Entscheidung benötigt. Je umfassender und transparenter dein Antrag ist, desto schneller und unkomplizierter verläuft der Genehmigungsprozess.

  • Angaben zum Hauptmieter und zur Wohnung: Beginne mit deinen vollständigen persönlichen Daten: Name, aktuelle Adresse und Kontaktdaten. Füge außerdem die genaue Bezeichnung der Mietwohnung hinzu, einschließlich Straße, Hausnummer, Stockwerk und gegebenenfalls Wohnungsnummer. Verweise auch auf den bestehenden Mietvertrag mit Datum.
  • Name und Daten des Untermieters: Der Vermieter hat ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, wer in seiner Wohnung wohnen wird. Gib daher den vollständigen Namen, das Geburtsdatum, die aktuelle Adresse und gegebenenfalls den Beruf des geplanten Untermieters an. Je mehr Informationen du bereitstellst, desto eher wird der Vermieter zustimmen.
  • Begründung des berechtigten Interesses: Lege dar, warum du ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung hast. Dies ist der Kern deines Antrags. Beschreibe deine Situation sachlich und konkret. Finanzielle Gründe, berufliche Veränderungen oder persönliche Umstände sind anerkannte Interessen nach § 553 BGB.
  • Angaben zur Dauer der Untervermietung: Teile dem Vermieter mit, ob die Untervermietung befristet oder unbefristet sein soll. Bei einer befristeten Untervermietung nenne das geplante Start- und Enddatum. Bei einer unbefristeten Untervermietung erkläre, unter welchen Umständen diese enden könnte.
  • Angaben zur Untermiete: Manche Vermieter möchten wissen, welche Untermiete du verlangen wirst. Diese Angabe ist zwar nicht zwingend erforderlich, kann aber Transparenz schaffen. Beachte dabei, dass du grundsätzlich auch eine höhere Untermiete als deine Hauptmiete verlangen darfst, solange keine Wucherpreise verlangt werden. Die Details werden später im Untervermietungsvertrag festgehalten.

Expertentipp: 

Wenn du noch keinen konkreten Untermieter hast, kannst du trotzdem einen grundsätzlichen Antrag stellen. Teile dem Vermieter mit, dass du die Personendaten nachreichen wirst, sobald ein geeigneter Kandidat gefunden ist.

Praktische Tipps für den Antrag auf Untervermietung

Mit den folgenden Tipps erhöhst du deine Chancen auf eine erfolgreiche Genehmigung und vermeidest typische Fehler.

  • Immer schriftlich beantragen: Auch wenn eine mündliche Zusage verlockend erscheint, bestehe immer auf einer schriftlichen Dokumentation. Ein schriftlicher Antrag und eine schriftliche Zustimmung schützen beide Parteien und schaffen Rechtssicherheit. Im Streitfall hast du einen klaren Nachweis über die erteilte Genehmigung.
  • Berechtigtes Interesse klar darlegen: Formuliere dein berechtigtes Interesse präzise und überzeugend. Vermeide vage Formulierungen und benenne konkrete Umstände. Wenn möglich, füge Belege bei, etwa eine Immatrikulationsbescheinigung für ein Auslandsstudium oder einen Nachweis über veränderte Einkommensverhältnisse.
  • Untermieter sorgfältig auswählen: Bedenke, dass du als Hauptmieter für das Verhalten deines Untermieters haftest. Wähle daher sorgfältig aus und prüfe die Zuverlässigkeit und Bonität des Kandidaten. Eine Selbstauskunft und Bonitätsprüfung können sinnvoll sein, um spätere Probleme zu vermeiden.
  • Fristen und Formalien beachten: Beginne niemals mit der Untervermietung, bevor du die schriftliche Zustimmung erhalten hast. Eine Untervermietung ohne Erlaubnis stellt eine Vertragsverletzung dar und kann zur fristlosen Kündigung führen. Plane ausreichend Zeit für den Genehmigungsprozess ein.

Expertentipp: 

Informiere deinen Untermieter über die Hausordnung und wichtige Regeln des Mietverhältnisses. So vermeidest du Konflikte mit dem Vermieter und anderen Hausbewohnern.

Wichtige Erkenntnisse

Der Antrag auf Untervermietung ist ein unverzichtbares Dokument, wenn du Teile deiner Wohnung an Dritte vermieten möchtest. Er schützt dich rechtlich und schafft Klarheit zwischen dir und deinem Vermieter. Achte auf eine vollständige und ehrliche Darstellung deiner Situation, nenne alle relevanten Angaben zum geplanten Untermieter und formuliere dein berechtigtes Interesse nachvollziehbar. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und einem professionell verfassten Antrag stehen deine Chancen auf eine Untervermietungserlaubnis sehr gut. Denke daran: Erst die schriftliche Zustimmung berechtigt dich zur Untervermietung.

Frequently Asked Questions

Wann muss der Vermieter der Untervermietung zustimmen?
Was ist ein berechtigtes Interesse bei der Untervermietung?
Kann der Vermieter die Untervermietung ablehnen?
Darf die Untermiete höher sein als die Hauptmiete?
Was passiert bei Untervermietung ohne Erlaubnis?
Muss ich die Untermiete versteuern?
Wie formuliere ich einen Antrag auf Untervermietung?
Kann der Vermieter einen Zuschlag für die Untervermietung verlangen?
Was steht im Untermietvertrag?
Welche Rechte hat der Untermieter?
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