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Vorlage und Muster: Aufhebungsvertrag im Mietrecht

Aufhebungsvertrag Mietrecht
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02
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24
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2026
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Mietaufhebungsvertrag, Mietvertragsaufhebung, Vertragsaufhebungsvereinbarung
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Aufhebungsvertrag Mietrecht
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Im Mietrecht ermöglicht es ein Aufhebungsvertrag Mietern und Vermietern, ein Mietverhältnis einvernehmlich und vorzeitig zu beenden. Anders als bei einer Kündigung müssen dabei keine gesetzlichen Fristen eingehalten werden. Mit einem Mietaufhebungsvertrag können beide Parteien flexibel einen Termin vereinbaren, der ihren Bedürfnissen entspricht.

In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles Wichtige über den Aufhebungsvertrag eines Mietvertrages: von der rechtlichen Grundlage über typische Anwendungsfälle bis zu den wesentlichen Inhalten. Mit unserem Mietaufhebungsvertragsmuster können Sie die Beendigung Ihres Mietverhältnisses rechtssicher gestalten.

Table of Contents

Was ist ein Aufhebungsvertrag im Mietrecht

Ein Mietaufhebungsvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter, das bestehende Mietverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt einvernehmlich zu beenden. Im Gegensatz zur einseitigen Kündigung erfordert der Aufhebungsvertrag die Zustimmung beider Parteien. Beide Seiten müssen sich über alle wesentlichen Punkte einig sein.

Der große Vorteil eines Mietaufhebungsvertrags liegt in seiner Flexibilität. Die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten nicht, sodass ein Mietverhältnis auch kurzfristig beendet werden kann. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn der Mieter schnell ausziehen möchte oder der Vermieter die Wohnung zeitnah anderweitig nutzen will.

Die rechtlichen Grundlagen für den Aufhebungsvertrag finden sich im allgemeinen Vertragsrecht des BGB. Die Parteien sind frei, die Modalitäten der Vertragsbeendigung individuell zu gestalten. Weitere Informationen zum Mietrecht bietet www.gesetze-im-internet.de.

Wann braucht man einen Aufhebungsvertrag im Mietrecht

Ein Aufhebungsvertrag kommt im Mietrecht in verschiedenen Situationen zum Einsatz. Immer dann, wenn eine einvernehmliche Lösung schneller oder praktischer ist als eine ordentliche Kündigung, kann ein Aufhebungsvertrag die richtige Wahl sein.

1. Vorzeitiger Auszug des Mieters

Der häufigste Anwendungsfall für einen Mietaufhebungsvertrag ist der Wunsch des Mieters, vor Ablauf der Kündigungsfrist auszuziehen. Gründe können ein beruflich bedingter Umzug, familiäre Veränderungen oder der Kauf einer Eigentumswohnung sein. Mit einem Aufhebungsvertrag kann der Mieter die dreimonatige Kündigungsfrist umgehen.

Für Mieter ist es oft günstiger, einen Aufhebungsvertrag anzustreben, anstatt doppelte Miete zu zahlen. Voraussetzung ist, dass der Vermieter einverstanden ist. Oft hilft es, einen Nachmieter vorzuschlagen, der die Wohnung nahtlos übernehmen kann.

Expertentipp: 

Wenn Sie einen Nachmieter vorschlagen möchten, prüfen Sie vorab dessen Bonität und Eignung. Ein solider Nachmieter erhöht die Bereitschaft des Vermieters erheblich, einem vorzeitigen Aufhebungsvertrag zuzustimmen. 

2. Eigenbedarf des Vermieters

Wenn der Vermieter die Wohnung für sich selbst oder nahe Angehörige benötigt, kann ein Aufhebungsvertrag die Alternative zur Eigenbedarfskündigung sein. Für den Mieter kann dies vorteilhaft sein, da er im Gegenzug oft eine Abfindung oder andere Vorteile wie eine längere Räumungsfrist aushandeln kann.

Für Vermieter bietet ein Mietaufhebungsvertrag den Vorteil, dass langwierige Rechtsstreitigkeiten vermieden werden. Eine einvernehmliche Lösung ist oft schneller und kostengünstiger als ein Kündigungsverfahren mit möglicher Räumungsklage.

3. Einvernehmliche Trennung der Mietparteien

Manchmal ist das Mietverhältnis aus verschiedenen Gründen für beide Seiten unbefriedigend. Ständige Konflikte, unterschiedliche Erwartungen oder veränderte Umstände können dazu führen, dass beide Parteien eine Beendigung wünschen. Ein Mietaufhebungsvertragsmuster hilft, diese Trennung fair und geordnet zu gestalten.

4. Sanierung oder Umbau der Immobilie

Plant der Vermieter umfangreiche Sanierungen oder einen Umbau der Immobilie, kann ein Aufhebungsvertrag sinnvoll sein. Der Mieter erhält oft eine Entschädigung und Zeit, eine neue Wohnung zu finden. Der Vermieter kann die Arbeiten ohne die Einschränkungen eines bewohnten Objekts durchführen.

Wie erstellt man einen Aufhebungsvertrag im Mietrecht

Die Erstellung eines rechtssicheren Mietaufhebungsvertrags erfordert sorgfältige Verhandlung und klare schriftliche Vereinbarungen. Mit den folgenden Schritten gelingt Ihnen ein professioneller Aufhebungsvertrag.

1. Verhandlung mit der Gegenseite

Der erste Schritt ist das Gespräch mit der anderen Vertragspartei. Legen Sie Ihre Gründe für den Wunsch nach Vertragsaufhebung dar und hören Sie sich die Position der Gegenseite an. Versuchen Sie, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Oft sind Kompromisse nötig.

Typische Verhandlungspunkte sind der Zeitpunkt der Vertragsbeendigung, eine mögliche Abfindung, die Regelung offener Zahlungen und die Modalitäten der Wohnungsübergabe. Dokumentieren Sie alle mündlichen Absprachen und halten Sie diese später schriftlich fest.

Expertentipp: 

Führen Sie Verhandlungen sachlich und lösungsorientiert. Vermeiden Sie Vorwürfe oder emotionale Ausbrüche. Ein kooperativer Ton erhöht die Chancen auf eine einvernehmliche Einigung erheblich. 

2. Schriftliche Vereinbarung aufsetzen

Ein Aufhebungsvertrag sollte unbedingt schriftlich abgeschlossen werden. Obwohl das Mietrecht keine Schriftform vorschreibt, ist sie aus Beweisgründen dringend zu empfehlen. Der Vertrag sollte alle wesentlichen Punkte klar und unmissverständlich regeln.

Verwenden Sie ein Mietaufhebungsvertragsmuster als Grundlage und passen Sie es an Ihre individuelle Situation an. Achten Sie darauf, dass beide Parteien den Vertrag eigenhändig unterschreiben. Jede Partei sollte ein Original erhalten.

3. Übergabetermin und Modalitäten festlegen

Vereinbaren Sie einen konkreten Termin für die Wohnungsübergabe. Regeln Sie, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden muss und ob Schönheitsreparaturen erforderlich sind. Planen Sie ausreichend Zeit für die Übergabe ein und vereinbaren Sie die Erstellung eines Übergabeprotokolls.

Welche Inhalte gehören in einen Aufhebungsvertrag im Mietrecht

Ein vollständiger Aufhebungsvertrag eines Mietvertrages sollte alle wesentlichen Punkte abdecken, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

  • Datum der Vertragsbeendigung: Der wichtigste Punkt ist das genaue Datum, zu dem das Mietverhältnis enden soll. Ab diesem Tag schuldet der Mieter keine Miete mehr, und der Vermieter kann über die Wohnung anderweitig verfügen. Das Datum sollte eindeutig formuliert sein, zum Beispiel: Das Mietverhältnis endet einvernehmlich zum 31. März 2026.
  • Regelung zur Kaution: Der Aufhebungsvertrag sollte klare Vereinbarungen zur Mietkaution enthalten. Regelmäßig wird die Kaution nach ordnungsgemäßer Rückgabe der Wohnung und Ablauf einer angemessenen Prüffrist zurückgezahlt. Sie können auch vereinbaren, dass die Kaution mit offenen Forderungen verrechnet wird. 
  • Vereinbarungen zur Wohnungsübergabe: Legen Sie fest, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden muss. Regeln Sie, ob Schönheitsreparaturen durchzuführen sind und wie mit eingebauten Einrichtungen verfahren wird. Vereinbaren Sie einen konkreten Termin für die Übergabe und die Erstellung eines Übergabeprotokolls.

Expertentipp: 

Vereinbaren Sie eine konkrete Frist für die Kautionsrückzahlung, zum Beispiel innerhalb von sechs Wochen nach Wohnungsübergabe. So vermeiden Sie Unklarheiten und können gegebenenfalls zeitnah Ansprüche geltend machen.

Praktische Tipps für den Aufhebungsvertrag im Mietrecht

Mit den folgenden Tipps stellen Sie sicher, dass Ihr Mietaufhebungsvertrag alle wichtigen Aspekte abdeckt und die Beendigung des Mietverhältnisses reibungslos verläuft.

  • Schriftform unbedingt einhalten: Obwohl ein Aufhebungsvertrag theoretisch auch mündlich wirksam ist, sollten Sie ihn unbedingt schriftlich abschließen. Nur so können Sie im Streitfall beweisen, was vereinbart wurde. Beide Parteien sollten den Vertrag unterschreiben und jeweils ein Original erhalten.
  • Alle offenen Punkte klären: Regeln Sie im Aufhebungsvertrag alle offenen Fragen: ausstehende Mietzahlungen, Nebenkostenabrechnungen, Schönheitsreparaturen, Kaution und eventuell zurückgelassene Gegenstände. Eine umfassende Erledigungsklausel stellt sicher, dass keine Ansprüche offenbleiben.
  • Übergabeprotokoll vereinbaren: Vereinbaren Sie im Aufhebungsvertrag die Erstellung eines detaillierten Übergabeprotokolls. Dieses dokumentiert den Zustand der Wohnung bei Rückgabe und schützt beide Seiten vor späteren Streitigkeiten. Machen Sie Fotos und halten Sie alle Zählerstände fest.

Expertentipp: 

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Wohnungsübergabe. Gehen Sie systematisch durch alle Räume und prüfen Sie Fenster, Türen, Sanitäranlagen und Elektroinstallationen. Ein gründliches Übergabeprotokoll erspart später viel Ärger. 

Wichtige Erkenntnisse

Ein Aufhebungsvertrag ist ein flexibles Instrument des Mietrechts, um ein Mietverhältnis einvernehmlich zu beenden. Mit einem Mietaufhebungsvertragsmuster können Sie alle wesentlichen Punkte wie Beendigungsdatum, Kaution und Wohnungsübergabe rechtssicher regeln. Der große Vorteil: keine Kündigungsfristen, keine Gerichte, sondern eine individuelle Lösung für beide Parteien. Achten Sie auf die Schriftform und klären Sie alle offenen Fragen, um einen reibungslosen Abschluss des Mietverhältnisses zu gewährleisten.

Frequently Asked Questions

Was ist ein Mietaufhebungsvertrag?
Muss der Vermieter einer Aufhebung zustimmen?
Kann ich eine Abfindung verlangen?
Was passiert mit der Kaution?
Welche Kündigungsfrist gilt?
Kann der Aufhebungsvertrag widerrufen werden?
Wer trägt die Kosten für Schönheitsreparaturen?
Muss der Vertrag notariell beurkundet werden?
Was tun bei Uneinigkeit über den Zustand?
Wie lange dauert die Abwicklung?
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