Home
/
Geschäft
/
Befristeter Arbeitsvertrag (Vollzeit, Teilzeit)

Befristeter Arbeitsvertrag: Vorlage, Muster und Tipps

Befristeter Arbeitsvertrag (Vollzeit, Teilzeit)
Updated on
04
/
01
/
2026
Similar names
Befristeter Arbeitsvertrag, Zeitlich Befristeter Arbeitsvertrag, Arbeitsvertrag Mit Befristung
+ 0 more
Show Less
Similar Tag Sample
Befristeter Arbeitsvertrag: Vorlage, Muster und Tipps
Create and legal docs quick and easy
No need for expensive lawyers
Accessible anytime, anywhere in the world
Personalized legal documents for your needs
Befristeter Arbeitsvertrag (Vollzeit, Teilzeit)
Create Document

Ein befristeter Arbeitsvertrag ist eine der häufigsten Vertragsformen in Deutschland und bietet Arbeitgebern wie Arbeitnehmern Flexibilität bei der Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen. Ob in Vollzeit oder Teilzeit: Ein befristeter Arbeitsvertrag endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Frist, ohne dass eine Kündigung erforderlich ist. Die Frage der Verlängerung und Kündigung eines befristeten Arbeitsvertrags ist dabei für beide Seiten von zentraler Bedeutung.

In diesem Artikel erfährst du, was ein befristeter Arbeitsvertrag ist, wann du einen benötigst, wie du ihn erstellst und welche Inhalte er enthalten muss. Außerdem erhältst du praktische Tipps zu den Besonderheiten von Vollzeit und Teilzeit.

Table of Contents

Was ist ein befristeter Arbeitsvertrag

Ein befristeter Arbeitsvertrag ist ein Arbeitsverhältnis, das für einen bestimmten Zeitraum oder bis zum Erreichen eines bestimmten Zwecks geschlossen wird. Die rechtliche Grundlage bildet das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG), insbesondere die Paragrafen 14 bis 21. Das TzBfG unterscheidet zwischen der Befristung mit Sachgrund (Paragraf 14 Absatz 1 TzBfG) und der Befristung ohne Sachgrund (Paragraf 14 Absatz 2 TzBfG). Der befristete Arbeitsvertrag kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit geschlossen werden. Die Befristung muss vor Beginn des Arbeitsverhältnisses schriftlich vereinbart werden, andernfalls gilt der Vertrag als unbefristet.

Wann brauchst du einen befristeten Arbeitsvertrag

1. Projektbezogene Beschäftigung

Ein befristeter Arbeitsvertrag ist das ideale Instrument, wenn ein Mitarbeiter für ein zeitlich begrenztes Projekt benötigt wird. Ob IT-Implementierung, Bauprojekt oder Forschungsvorhaben: Die Befristung ermöglicht es dem Arbeitgeber, qualifizierte Fachkräfte gezielt für die Projektdauer einzusetzen, ohne sich langfristig zu binden. Der Sachgrund „vorübergehender Bedarf an der Arbeitsleistung“ nach Paragraf 14 Absatz 1 Nr. 1 TzBfG rechtfertigt die Befristung. Der Vertrag kann in Vollzeit oder Teilzeit gestaltet werden, je nach Projektanforderung.

Expertentipp:

Dokumentiere den Projektcharakter der Beschäftigung sorgfältig. Der Sachgrund muss bei einer späteren Entfristungsklage nachweisbar sein. Halte im Vertrag fest, um welches Projekt es sich handelt und warum der Bedarf an Arbeitskraft nur vorübergehend besteht.

2. Vertretung während Elternzeit

Einer der häufigsten Sachgründe für einen befristeten Arbeitsvertrag ist die Vertretung eines vorübergehend abwesenden Mitarbeiters. Das betrifft Elternzeit, längere Krankheit, Sabbatical oder eine Freistellung für eine Fortbildung. Der Sachgrund „Vertretung“ nach Paragraf 14 Absatz 1 Nr. 3 TzBfG ermöglicht die Befristung für die Dauer der Abwesenheit. Die Vertretungskraft kann in Vollzeit oder Teilzeit eingesetzt werden, abhängig vom Arbeitsumfang des vertretenen Mitarbeiters. Bei der Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrags im Rahmen einer Vertretung ist zu beachten, dass die Verlängerung dem weiterhin bestehenden Vertretungsbedarf entsprechen muss.

3. Saisonale Beschäftigung

Branchen wie Gastronomie, Tourismus, Landwirtschaft und Einzelhandel haben saisonale Beschäftigungsspitzen, die mit befristeten Arbeitsverträgen abgedeckt werden. Der Sachgrund „saisonaler Bedarf“ rechtfertigt die Befristung auf die jeweilige Saison. Die Verträge werden häufig in Teilzeit oder als geringfügige Beschäftigung gestaltet, können jedoch auch Vollzeitstellen umfassen. Für den Arbeitgeber bietet die saisonale Befristung die notwendige Flexibilität, um die Personalkosten an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.

4. Erprobung neuer Mitarbeiter

Manche Arbeitgeber nutzen einen befristeten Arbeitsvertrag ohne Sachgrund als verlängerte Erprobungsphase. Innerhalb der ersten zwei Jahre eines neuen Beschäftigungsverhältnisses kann der Vertrag ohne Angabe eines Sachgrunds befristet werden, sofern zuvor kein Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber bestanden hat. Diese sachgrundlose Befristung kann bis zu dreimal verlängert werden, darf aber insgesamt zwei Jahre nicht überschreiten. Der Vorteil für den Arbeitgeber: Wenn die Zusammenarbeit nicht den Erwartungen entspricht, endet der Vertrag automatisch, ohne dass eine Kündigung ausgesprochen werden muss.

Wie erstellt man einen befristeten Arbeitsvertrag

Schritt 1: Befristungsgrund prüfen

Entscheide zunächst, ob die Befristung mit oder ohne Sachgrund erfolgt. Eine Sachgrundbefristung ist zeitlich unbegrenzt möglich und erfordert einen der in Paragraf 14 Absatz 1 TzBfG genannten Gründe. Eine sachgrundlose Befristung ist auf maximal zwei Jahre beschränkt und setzt voraus, dass zuvor kein Arbeitsverhältnis mit demselben Arbeitgeber bestanden hat. Die Wahl des Befristungsgrundes hat erhebliche Auswirkungen auf die Möglichkeiten einer Verlängerung des befristeten Arbeitsvertrags und auf die rechtliche Sicherheit des Vertrags.

Expertentipp:

Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Sachgrund vor Gericht Bestand hat, ziehe eine Befristung ohne Sachgrund in Betracht, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Die sachgrundlose Befristung ist rechtlich einfacher zu handhaben, bietet aber weniger Flexibilität bei der Laufzeit.

Schritt 2: Arbeitszeit (Vollzeit/Teilzeit) festlegen

Lege fest, ob der befristete Arbeitsvertrag in Vollzeit oder Teilzeit geschlossen wird. Bei Teilzeit muss die wöchentliche Arbeitszeit präzise angegeben werden. Das TzBfG stellt sicher, dass Teilzeitbeschäftigte nicht gegenüber Vollzeitbeschäftigten benachteiligt werden dürfen. Die Befristung gilt unabhängig von der Arbeitszeit. Ein befristeter Arbeitsvertrag in Teilzeit kann ebenso mit oder ohne Sachgrund geschlossen werden wie ein Vollzeitvertrag.

Schritt 3: Schriftlichen Vertrag vor Arbeitsbeginn abschließen

Die Befristungsabrede muss gemäß Paragraf 14 Absatz 4 TzBfG zwingend schriftlich erfolgen. Das bedeutet: Der Vertrag muss vor dem ersten Arbeitstag von beiden Seiten eigenhändig unterschrieben sein. Wird die Schriftform nicht eingehalten, ist die Befristung unwirksam, und der Vertrag gilt als unbefristet geschlossen. Diese Anforderung ist streng: Auch eine E-Mail oder ein Fax reicht nicht aus. Beide Parteien müssen das gleiche Dokument physisch unterschreiben.

Schritt 4: Verlängerung und Beendigung regeln

Halte im Vertrag fest, ob und unter welchen Bedingungen eine befristete Arbeitsvertragsverlängerung möglich ist. Bei einer sachgrundlosen Befristung kann der Vertrag bis zu dreimal verlängert werden, sofern die Gesamtdauer von zwei Jahren nicht überschritten wird. Wichtig: Eine Verlängerung darf ausschließlich die Laufzeit betreffen. Werden gleichzeitig andere Vertragsbedingungen geändert (z. B. Gehalt oder Arbeitszeit), handelt es sich rechtlich um einen neuen Vertrag, was die sachgrundlose Befristung unwirksam machen kann. Regle außerdem, ob eine ordentliche Kündigung des befristeten Arbeitsvertrags während der Laufzeit möglich ist, da diese nur bei ausdrücklicher vertraglicher Vereinbarung zulässig ist.

Was sollte ein befristeter Arbeitsvertrag enthalten

Damit ein befristeter Arbeitsvertrag rechtlich wirksam ist und beide Seiten absichert, sollte er folgende Bestandteile enthalten:

  • Befristungsgrund und Enddatum: Nenne den Sachgrund für die Befristung oder halte fest, dass es sich um eine sachgrundlose Befristung handelt. Gib das genaue Enddatum oder den Zweck der Befristung an.
  • Arbeitszeit und Vergütung: Definiere, ob es sich um eine Vollzeit- oder Teilzeitstelle handelt. Nenne die wöchentliche Arbeitszeit und das Bruttogehalt. Teilzeitbeschäftigte dürfen nicht benachteiligt werden.
  • Verlängerungsoptionen: Halte fest, ob und unter welchen Bedingungen eine Verlängerung möglich ist. Beachte die gesetzlichen Grenzen bei sachgrundloser Befristung.
  • Kündigungsklausel: Ein befristeter Arbeitsvertrag kann nur ordentlich gekündigt werden, wenn dies ausdrücklich im Vertrag vereinbart ist. Ohne eine solche Klausel kann der Vertrag nur außerordentlich gekündigt werden.
  • Tätigkeitsbeschreibung und Arbeitsort: Beschreibe die Tätigkeit und den Arbeitsort präzise.
  • Probezeit: Auch bei befristeten Verträgen kann eine Probezeit vereinbart werden. Ihre Dauer muss im Verhältnis zur Befristungsdauer angemessen sein.

Expertentipp:

Achte bei der Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrags darauf, dass die Verlängerung vor Ablauf des bestehenden Vertrags vereinbart wird. Lässt du den Vertrag auslaufen und schließt danach einen neuen, handelt es sich rechtlich nicht um eine Verlängerung, sondern um einen Neuvertrag, bei dem eine sachgrundlose Befristung unter Umständen nicht mehr möglich ist.

Praktische Tipps für einen befristeten Arbeitsvertrag

  • Schriftform vor Arbeitsbeginn einhalten: Unterschreibe den Vertrag unbedingt vor dem ersten Arbeitstag. Wird die Schriftform nicht rechtzeitig eingehalten, ist die Befristung unwirksam und der Vertrag gilt als unbefristet.
  • Befristungsgrund dokumentieren: Bei einer Sachgrundbefristung dokumentiere den Befristungsgrund sorgfältig. Im Streitfall muss der Arbeitgeber nachweisen, dass der Sachgrund bei Vertragsschluss tatsächlich vorlag.
  • Verlängerungsmöglichkeiten beachten: Bei sachgrundloser Befristung sind maximal drei Verlängerungen innerhalb von zwei Jahren möglich. Ändere bei der Verlängerung niemals andere Vertragsbedingungen, da dies die Verlängerung unwirksam machen kann.
  • Ordentliche Kündigung ermöglichen: Vereinbare eine Kündigungsklausel im Vertrag, damit beide Seiten die Möglichkeit haben, das Arbeitsverhältnis auch vor Fristablauf zu beenden. Ohne diese Klausel ist eine ordentliche Kündigung des befristeten Arbeitsvertrags ausgeschlossen.

Expertentipp:

Wenn du unsicher bist, ob dein befristeter Arbeitsvertrag alle rechtlichen Anforderungen erfüllt, kannst du ihn mit einem Dokumentengenerator wie Legally.io strukturieren lassen. Die Plattform hilft dir, alle Pflichtangaben abzudecken und deinen Vertrag auf ein professionelles Niveau zu bringen.

Wichtigste Erkenntnisse

Ein befristeter Arbeitsvertrag bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern Flexibilität bei der Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen in Voll- und Teilzeit. Die strikte Einhaltung der Schriftform vor Arbeitsbeginn, die sorgfältige Dokumentation des Befristungsgrundes und die Beachtung der gesetzlichen Grenzen bei der befristeten Arbeitsvertragsverlängerung sind entscheidend für die Wirksamkeit des Vertrags. Wer die Regeln des TzBfG kennt und anwendet, sichert sich ein rechtssicheres Arbeitsverhältnis.

Frequently Asked Questions

Wann ist eine Befristung ohne Sachgrund möglich?
Wie oft kann ein befristeter Vertrag verlängert werden?
Kann ein befristeter Vertrag gekündigt werden?
Was passiert bei einer Schwangerschaft?
Wann wird ein befristeter Vertrag unbefristet?
Muss der Arbeitgeber über das Auslaufen informieren?
Gibt es eine Probezeit bei einer Befristung?
Kann Teilzeit in Vollzeit geändert werden?
Was ist die maximale Befristungsdauer?
Befristeter Arbeitsvertrag (Vollzeit, Teilzeit)
Create Document
Close Preview
Document Popup Title
This is a preview example. The final document will be tailored to your needs based on the information you provide in the next steps.
Create this document