Home
/
Wohnen & Immobilien
/
Untermietvertrag WG Zimmer

Untermietvertrag WG-Zimmer: Vorlage und Muster

Untermietvertrag WG Zimmer
Updated on
02
/
11
/
2026
Similar names
Immobilienverwaltungsvertrag, Mieterverwaltungsvertrag, Wohnungsverwaltungsvertrag
+ 0 more
Show Less
Similar Tag Sample
Untermietvertrag WG-Zimmer: Vorlage und Muster
Create and legal docs quick and easy
No need for expensive lawyers
Accessible anytime, anywhere in the world
Personalized legal documents for your needs
Untermietvertrag WG Zimmer
Create Document

Der Untermietvertrag für ein WG-Zimmer ist ein unverzichtbares Dokument für alle, die in einer Wohngemeinschaft leben oder ein Zimmer untervermieten möchten. Ein Untermietvertrag schafft klare rechtliche Verhältnisse zwischen Hauptmieter und Untermieter und schützt beide Parteien vor möglichen Konflikten. In Deutschland leben Millionen Menschen in WGs, und ein solider Untermietvertrag bildet die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben.

In diesem Artikel erfährst du, was ein Untermietvertrag für ein WG-Zimmer ist, wann du ihn benötigst, wie du ihn erstellst und welche Inhalte er unbedingt enthalten sollte. Zudem stellen wir dir eine Untermietvertragsvorlage bereit, geben dir praktische Tipps und beantworten die häufigsten Fragen rund um das Thema Untermietvertrag und WG-Mietvertrag.

Table of Contents

Was ist ein Untermietvertrag für WG-Zimmer?

Ein Untermietvertrag für WG-Zimmer ist ein rechtlich bindender Vertrag zwischen dem Hauptmieter einer Wohnung und einer Person, die ein Zimmer innerhalb dieser Wohnung mietet. Der Hauptmieter bleibt dabei gegenüber dem Vermieter für die gesamte Wohnung verantwortlich, während der Untermieter nur ein Nutzungsrecht für das vereinbarte Zimmer sowie die Gemeinschaftsräume erhält.

Im Gegensatz zu einem regulären Mietvertrag entsteht beim Untermietvertrag kein direktes Vertragsverhältnis zwischen Untermieter und Vermieter. Der WG-Mietvertrag regelt stattdessen die Beziehung zwischen Hauptmieter und Untermieter. Dies bedeutet, dass der Hauptmieter eine besondere Verantwortung trägt: Er muss sowohl die Pflichten aus seinem Hauptmietvertrag erfüllen als auch die Vereinbarungen mit dem Untermieter einhalten.

Rechtliche Grundlagen für Untermietverhältnisse finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), insbesondere in § 540 BGB, der die Voraussetzungen für die Untervermietung regelt.

Wann braucht man einen Untermietvertrag für WG-Zimmer?

Ein Untermietvertrag für ein WG-Zimmer ist in verschiedenen Situationen erforderlich. Er schafft Rechtssicherheit und verhindert Missverständnisse zwischen allen Beteiligten. Die folgenden Szenarien zeigen, wann du unbedingt einen Untermietvertrag erstellen solltest (z. B. mit unserer Untermietvertragsvorlage).

1. Bei Einzug eines neuen WG-Mitbewohners

Wenn ein neuer Mitbewohner in die WG einzieht, ist ein schriftlicher Untermietvertrag unverzichtbar. Er dokumentiert die Rechte und Pflichten des neuen Bewohners und stellt sicher, dass alle Parteien über die Konditionen informiert sind. Ohne schriftliche Vereinbarung können bei Streitigkeiten erhebliche Beweisprobleme entstehen.

Expertentipp: 

Erstelle den Untermietvertrag noch vor dem Einzug und lass ihn von allen Parteien unterschreiben. So vermeidest du spätere Diskussionen über mündliche Absprachen.

2. Bei vorübergehender Untervermietung

Auch bei zeitlich begrenzten Untermietverhältnissen, etwa während eines Praktikums oder Semesters, ist ein Untermietvertrag sinnvoll. Er definiert klar den Zeitraum der Untervermietung und regelt, was nach Ablauf der Frist geschieht. Besonders wichtig ist hier die Angabe des genauen Ein- und Auszugsdatums.

3. Bei Auslandsaufenthalt des Hauptmieters

Verbringt der Hauptmieter längere Zeit im Ausland, etwa für ein Auslandssemester oder einen beruflichen Einsatz, kann die Untervermietung des Zimmers eine gute Lösung sein. In diesem Fall ist ein detaillierter Untermietvertrag besonders wichtig, da der Hauptmieter nicht vor Ort ist, um eventuelle Probleme direkt zu klären. Der Vertrag sollte Regelungen für Notfälle und Ansprechpartner enthalten.

4. Bei Wechsel der WG-Zusammensetzung

Wohngemeinschaften sind dynamisch, und Mitbewohner wechseln häufig. Jeder Wechsel sollte durch einen neuen Untermietvertrag dokumentiert werden. So bleibt die rechtliche Situation stets aktuell und nachvollziehbar. Auch die Kaution und eventuelle Übergabezustände sollten bei jedem Wechsel neu dokumentiert werden.

Wie erstellt man einen Untermietvertrag für ein WG-Zimmer?

Die Erstellung eines Untermietvertrags für ein WG-Zimmer erfordert Sorgfalt und Aufmerksamkeit für Details. Folge diesen Schritten, um einen rechtssicheren Vertrag zu erstellen.

1. Erlaubnis des Vermieters einholen

Bevor du einen Untermietvertrag abschließen kannst, musst du die Zustimmung deines Vermieters einholen. Nach § 540 BGB ist eine Untervermietung ohne Genehmigung des Vermieters grundsätzlich nicht erlaubt und kann zur Kündigung des Hauptmietvertrags führen. Die Erlaubnis sollte schriftlich eingeholt und dokumentiert werden. Der Vermieter darf die Zustimmung nur aus wichtigem Grund verweigern.

Expertentipp: 

Hole die Vermietererlaubnis immer schriftlich ein und bewahre sie zusammen mit dem Untermietvertrag auf. Bei einem späteren Streit ist diese Dokumentation Gold wert.

2. Mietgegenstand beschreiben

Eine präzise Beschreibung des vermieteten Zimmers ist essenziell. Dazu gehören die genaue Lage in der Wohnung, die Größe in Quadratmetern, die Ausstattung und der Zustand bei Übergabe. Je detaillierter die Beschreibung, desto weniger Raum für Missverständnisse bleibt. Eine Skizze oder Fotos als Anlage können hilfreich sein.

3. Miete und Nebenkosten festlegen

Definiere die Höhe der Miete und ob Nebenkosten als Pauschale oder nach Verbrauch abgerechnet werden. Für WGs ist eine Nebenkostenpauschale oft praktischer, da die Aufteilung nach Verbrauch kompliziert sein kann. Achte darauf, dass die vereinbarte Miete im angemessenen Verhältnis zur Hauptmiete steht und nicht gegen den Wucherparagrafen (§ 138 BGB) verstößt.

4. Kaution vereinbaren

Die Kaution dient als Sicherheit für den Hauptmieter und sollte maximal drei Monatsmieten betragen. Lege fest, wann und wie die Kaution zu zahlen ist und unter welchen Bedingungen sie zurückgezahlt wird. Die Kaution muss vom Hauptmieter getrennt von seinem Vermögen angelegt werden, beispielsweise auf einem Sparkonto.

5. Hausordnung und Regeln aufnehmen

Integriere wichtige WG-Regeln in den Vertrag oder verweise auf eine separate Hausordnung. Dies kann Regelungen zu Reinigung, Ruhezeiten, Besuch und Nutzung der Gemeinschaftsräume umfassen. Klare Regeln von Anfang an verhindern viele Konflikte im WG-Alltag und sorgen für ein harmonisches Zusammenleben.

Was sollte ein Untermietvertrag für das WG-Zimmer enthalten?

Ein vollständiger Untermietvertrag für ein WG-Zimmer sollte alle wesentlichen Punkte abdecken, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Die folgenden Elemente sind unverzichtbar für einen soliden Untermietvertrag.

  • Parteien und Hauptmietvertrag-Bezug: Der Vertrag muss die vollständigen Namen und Adressen aller Vertragsparteien enthalten. Zudem sollte auf den bestehenden Hauptmietvertrag Bezug genommen werden, einschließlich Datum und Vertragspartner. Dies stellt die rechtliche Verbindung zwischen den Vertragsebenen her und verdeutlicht die Abhängigkeit des Untermietverhältnisses vom Hauptmietvertrag.
  • Genaue Beschreibung des Zimmers: Beschreibe das Zimmer so genau wie möglich: Lage in der Wohnung, Größe, Fensterausrichtung, vorhandene Einbauten und Ausstattung. Ein Übergabeprotokoll mit Fotos als Anlage dokumentiert den Zustand bei Einzug und schützt beide Parteien vor unberechtigten Forderungen beim Auszug.
  • Mitbenutzungsrechte Gemeinschaftsräume: Definiere, welche Gemeinschaftsräume der Untermieter nutzen darf. Dazu gehören typischerweise Küche, Bad, Flur und gegebenenfalls Balkon, Garten oder Keller. Regelungen zur Nutzung von Geräten wie Waschmaschine oder Geschirr können ebenfalls aufgenommen werden. Je klarer diese Regelungen sind, desto weniger Konfliktpotenzial besteht.
  • Miete, Nebenkosten und Kaution: Alle finanziellen Aspekte müssen klar geregelt sein: Höhe der Warmmiete oder Kaltmiete plus Nebenkosten, Zahlungstermin, Zahlungsweise und Bankverbindung. Die Kaution, deren Höhe und Anlageform sollten ebenso dokumentiert werden wie Regelungen zur Nebenkostenabrechnung am Jahresende.
  • Kündigungsfristen: Die gesetzliche Kündigungsfrist für Untermietverhältnisse beträgt in der Regel drei Monate zum Monatsende. Im Vertrag können auch kürzere Fristen vereinbart werden, was für WGs oft praktischer ist. Wichtig: Die Kündigungsfrist im Untermietvertrag kann nie länger sein als die im Hauptmietvertrag. Dokumentiere, in welcher Form eine Kündigung erfolgen muss.

Expertentipp: 

Erstelle eine Inventarliste aller Gegenstände im Zimmer und in den Gemeinschaftsräumen, die vom Untermieter mitbenutzt werden. Bei Schaden ist so klar, wer verantwortlich ist.

Praktische Tipps für den Untermietvertrag für WG-Zimmer

Mit diesen praktischen Hinweisen vermeidest du typische Fehler und sicherst dich rechtlich optimal ab.

  • Immer schriftliche Vermietererlaubnis einholen: Die Erlaubnis des Vermieters zur Untervermietung ist das A und O. Ohne sie riskierst du eine fristlose Kündigung deines Hauptmietvertrags. Formuliere deine Anfrage schriftlich und bewahre die schriftliche Zustimmung sorgfältig auf. Bei einem Vermieterwechsel sollte die Erlaubnis erneuert werden.
  • Inventarliste für das Zimmer erstellen: Dokumentiere den Zustand des Zimmers und aller darin befindlichen Gegenstände bei Einzug. Fotos und eine detaillierte Liste schützen beide Parteien vor unberechtigten Forderungen. Diese Dokumentation sollte von beiden Seiten unterschrieben und dem Vertrag als Anlage beigefügt werden.
  • Regelung zur Nebenkostenabrechnung treffen: Lege fest, wie mit Nachzahlungen oder Guthaben aus der jährlichen Nebenkostenabrechnung umgegangen wird. Eine Pauschale vereinfacht die Abrechnung, während eine Vorauszahlung mit späterer Abrechnung gerechter, aber aufwendiger ist. Wichtig ist, dass die Regelung fair und nachvollziehbar ist.
  • Kündigungsklauseln klar formulieren: Neben der regulären Kündigung sollten auch außerordentliche Kündigungsgründe geregelt sein. Dazu gehören etwa wiederholter Mietzahlungsverzug, erhebliche Störung des WG-Friedens oder Verstoß gegen wesentliche Vertragsbestandteile. Klare Regelungen schaffen Sicherheit für alle Beteiligten.

Expertentipp: 

Vereinbare eine monatliche Nebenkostenpauschale, die etwas über den tatsächlichen Kosten liegt. So vermeidest du böse Überraschungen bei der Jahresabrechnung.

Wichtige Erkenntnisse

Ein Untermietvertrag für ein WG-Zimmer ist unverzichtbar für jede Wohngemeinschaft. Er schützt Hauptmieter und Untermieter gleichermaßen und schafft klare Verhältnisse. Die wichtigsten Punkte: Hole immer die schriftliche Erlaubnis des Vermieters ein, beschreibe das Zimmer und die Nutzungsrechte genau, regle alle finanziellen Aspekte transparent und dokumentiere den Zustand bei Übergabe. Mit einer sorgfältig ausgefüllten Untermietvertragsvorlage legst du den Grundstein für ein harmonisches WG-Leben. Nutze den WG-Mietvertrag als Werkzeug für Rechtssicherheit und vertrauensvolles Zusammenleben.

Frequently Asked Questions

Kann man sein WG-Zimmer untervermieten?
Kann man als Untermieter sein Zimmer untervermieten?
Ist Untermiete meldepflichtig?
Kann man selbst einen Untermietvertrag machen?
Benötige ich die Erlaubnis des Vermieters?
Wie hoch darf die Untermiete sein?
Welche Kündigungsfrist gilt bei Untermiete?
Wer trägt die Nebenkosten?
Was passiert bei Schaden durch den Untermieter?
Muss der Untermietvertrag schriftlich sein?
Untermietvertrag WG Zimmer
Create Document
Close Preview
Document Popup Title
This is a preview example. The final document will be tailored to your needs based on the information you provide in the next steps.
Create this document